Die Planungen für den Ganztag erstrecken sich nicht nur auf den pädagogischen Bereich des Tagesablaufs. Damit die Rhythmisierung des Unterrichts, der Aktivitäten und der Erholungsphasen gut zu verwirklichen ist, bedarf es auch einer räumlichen Planung, die dies zulässt. In unseren Überlegungen hatten wir nicht uns nicht auf Raumgewinn beschränkt, sondern vor allem die Funktionsbereiche: -Lernen, -Spielen/Toben, -Erholung, -Essen, -Verwaltung im Fokus. Räume können unterschiedlich benutzt werden, solange dies innerhalb seiner Funktionalität liegt. Ein Toberaum wird niemals ein guter Lernort sein,  ein Erholungsbereich kann nicht erholsam sein, wenn nebenan getobt wird. Jeder Bereich hat seine Funktion und entsprechend dieser Funktion können Bereich räumlich eng beieinander liegen oder müssen räumlich getrennt sein. Die vorhandene Gebäudestruktur mit ihren Raumgrößen und Vorgaben des Brandschutzes sind in unsere Planung  eingeflossen und wir konnten durch Verlagerung der Bibliothek Räumlichkeiten für die Schule . Der Raumnutzungsplan ging bei der Stadt ein und wird durch das Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft geprüft.

Raumnutzungsplan Grundschule Wolfartsweier

Stand 03-2016

Wohnhaus 1.OG und Altbau 2.OG – Die Nutzung beider Bereiche muss in Zusammenhang gesehen werden.

 

Wohnhaus 1.OG

Die Räumlichkeiten sind für das Ganztagskonzept vorgesehen. Sie sind von den eher „lauten“ Räumlichkeiten des Tobens und Bewegens weit genug entfernt, um tatsächlich Bereiche der Ruhe und Rückzugsmöglichkeit zu sein.

In den zwei zum Schulhaus gerichteten Zimmern soll eine Schülerbibliothek entstehen, die sich zur Zeit noch im 2.OG des Altbaus befindet. Dort ist die momentane Nutzung nur mit einer kleinen Gruppe (max. 10 Kinder) und nur sehr kurzzeitig möglich auf Grund der Einschränkungen durch den Brandschutz.

Die Schülerbibliothek mit Leseecken soll Platz für feste Lesezeiten und Recherche bieten.

Angrenzend soll ein Ruheraum eingerichtet werden mit entsprechenden Ruhe- und Liegemöglichkeiten, der am Vormittag auch von unseren inklusiven Kindern mit deren Lernbegleitern genutzt werden kann.

Der vorderste Raum ist als Bastel- und Arbeitszimmer gedacht.

Die Küche soll, erweitert durch das ehemalige Badezimmer, die Möglichkeit zum Backen und Kochen bieten. Es ergibt sich dadurch die Möglichkeit, eine Art Schülercafe einzurichten, das Begegnung und Kommunikation ermöglicht und sich Ganztagsangebote zum Kochen und Backen anbieten.

Alle Räumlichkeiten sind durch den Wohnungscharakter räumlich nahe beieinander und können gut beaufsichtigt werden. Dies entspricht unserem Ganztagskonzept, das für die Kinder Wahlmöglichkeiten und Wechsel der Angebote vorsieht. Die Kinder können zunächst lesen, dann in der Küche eine Obstpause vorbereiten und später noch etwas basteln. Kinder, die aus dem Bewegungsraum im Anbau  nach dem Toben wieder konzentriert arbeiten möchten, finden hier die geeigneten Räume dazu.

Altbau 2.OG

Dieser Bereich wird teilweise bereits durch die Schule mit Einschränkungen als Bibliothek genutzt. Es darf bislang aber lediglich eine kleine Schülergruppe von bis zu 10 Kindern die Bibliothek gleichzeitig nutzen. Die Räumlichkeiten sind als Unterrichtsräume auf Grund des fehlenden zweiten Fluchtweges mit größeren Kindergruppen nicht nutzbar. Sie eignen sich aber ideal als Lehrer- und Verwaltungsbereich für die Vorbereitung, für Besprechungen und Elterngespräche, da die Einschränkungen auf Grund des Brandschutzes im Falle der Nutzung durch Erwachsene nicht gegeben sind. Insofern können die Räume durch die Änderung zum Lehrerbereich sinnvoller und umfassender genutzt werden.

Es lässt sich ein großer Raum herstellen, der für Konferenzen und für die Unterrichtsvorbereitung nutzbar ist.Der kleine Raum daneben kann als Kopierraum und Materialraum genutzt werden. So reduziert sich die Kopiermenge im Sekretariat, und das gesundheitliche Arbeitsklima für die Schulsekretärin verbessert sich, da dort dann nur noch kleine Mengen kopiert werden müssen.

Ein Computerarbeitsplatz dient im Nachbarzimmer ebenfalls der Vorbereitung, die räumliche Anbindung der Lehrerbibliothek verkürzt die Wege und erleichtert die Arbeitsbedingungen.

Ein Elternsprechzimmer/Schulsozialarbeitszimmer für Gespräche und runde Tische kann in das erste Zimmer sowie zusätzlich in der kleinen Stube eingerichtet werden.

Die räumliche Entfernung von den Unterrichtsbereichen, den Bewegungs- und Tobebereichen lässt eine optimale Rückzugsmöglichkeit zu und gewährleistet vertrauliche Gespräche und Telefonate .

Das aktuelle Lehrerzimmer im EG steht dann für die Pause und als Kommunikationsort weiterhin zur Verfügung. Es kann dort ein Platz für eine Liege vorgesehen werden, so dass ein Sanitätszimmer nicht mehr zusätzlich nötig wäre.

Unser Konzept, für Räume bestimmte Nutzungsarten zu definieren, könnte durch diese Planungen verwirklicht werden. Im Schulhaus werden Zonen der Ruhe, Zonen des Bewegens und Tobens, Zonen des Lernens und Zonen des kollegialen Arbeitens und der pädagogischen Vorbereitung entstehen. Der Verwaltungsbereich bleibt zentral und gut erreichbar.

Neubau EG

Hier befinden sich 4 Klassenzimmer, ein Lehrmittelraum, Schüler- und Lehrertoiletten, der Verwaltungsbereich mit Rektorat und Sekreariat, sowie ein kleines Lehrerzimmer. Die Räume werden weiterhin in dieser Funktion genutzt werden.

Neubau OG

Beide Klassenzimmer bleiben bestehen.

Neubau UG

Die Gymnastikhalle bietet einen wichtigen Raum zum Bewegen und Toben und ist jederzeit als Bewegungsraum nutzbar.

Die drei Zimmer für Betreuungskinder werden umgebaut. Das vordere Zimmer bleibt als Werkzimmer erhalten. Die beiden hinteren Zimmer, die kleine Küche und der Gang sollen zu einer offenen und lichtdurchfluteten Mensa mit Küchenbereich umgebaut werden. Der Zugang zur Küche kann von der Steinkreuzstraße aus erfolgen. Hier gibt es bereits eine Tür.