„Eigentlich braucht jedes Kind drei Dinge: Es braucht Aufgaben, an denen es wachsen kann, es braucht Vorbilder, an denen es sich orientieren kann, und es braucht Gemeinschaften, in denen es sich aufgehoben fühlt.“
Prof. Gerald Hüther

Wir arbeiten in den Eingangsklassen seit über 10 Jahren jahrgangsgemischt. Seit dem Schuljahr 2014/2015 wurde die Jahrgangsmischung auch in den Klassen 3/4 übernommen.

Unterrichten in der Jahrgangsmischung heißt, die Unterschiedlichkeit der Kinder bewusst wahrzunehmen. In der Eingangsstufe lernen 5 bis 9 jährige Kinder im Klassenverband miteinander und voneinander. Die schon „Schulerfahrenen“ dürfen die Neuen in den Schulalltag einführen, ihre Beschützer sein, ihnen vorlesen, Aufgaben erklären. Dabei profitieren Große und Kleine. Gemeinsame Phasen wechseln sich mit differenzierten Phasen ab. Die Kinder werden so mehrmals mit den Lerninhalten konfrontiert. Dadurch spüren sie ihren eigenen Lernfortschritt. Das Sprechen über Lerninhalte nimmt hierbei eine wichtige Funktion ein: durch die Verarbeitung und Versprachlichung wird deutlich, ob etwas verstanden wurde, durch die Wiederholung vertiefen und festigen sich die Kompetenzen.

Dabei werden eigene Kompetenzen sowohl im schulischen als auch im sozialen Bereich gestärkt und Stoff, der vielleicht noch nicht ganz durchdrungen war, wiederholt. Die „Kleinen“ können schon einmal bei den „Großen“ mithören und nicht selten greifen sie auch schon mal zu den schwierigeren Aufgaben. Dies wird durch offene Arbeitsformen ( => siehe Arbeitsweisen) möglich gemacht. Besondere Lerner, die kürzer oder länger verweilen, bleiben doch immer mit einem Teil ihrer Lerngruppe zusammen.

Wir sind seit 2010 Hospitationsschule für Jahrgangsgemischtes Arbeiten und geben unsere Erfahrungen und unser Konzept gerne an interessierte Kollegien und Schulen weiter. Ebenso wirken wir mit im Arbeitskreis JÜL – Jahrgangsübergreifendes Lernen.